Lisa Farr Neues Glück nach der Scheidung? Wie eine verfestigte Lebenspartnerschaft Ihren Unterhaltsanspruch verändern kann
Nach einer Scheidung beginnt für viele Menschen ein neuer Lebensabschnitt – häufig auch mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin an der Seite. Doch wie wirkt sich eine neue, verfestigte Lebenspartnerschaft eigentlich auf den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt aus? Kann dieser Anspruch dadurch entfallen oder reduziert werden? In diesem Beitrag erklären wir, worauf es
Isabella BeerDie elektronische Patientenakte– Chancen, Risiken und rechtlicher Rahmen (Stand: Juli 2025)
Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Seit dem 15. Januar 2025 wird die ePA bundesweit im sogenannten „Opt-out“-Verfahren allen gesetzlich Versicherten automatisch zur Verfügung gestellt. Diese Neuerung basiert auf dem Digital-Gesetz, das im Dezember 2023 verabschiedet wurde, und konkretisiert die bereits mit dem Patientendaten-Schutz-Gesetz von
Vanessa MuchaDie Tücken des Wettbewerbsverbots im Gesellschaftsrecht
Wenige Themenkomplexe sind in der unternehmerischen und gesellschaftsrechtlichen Praxis so relevant, wie die des Wettbewerbsverbots eines Gesellschafters bzw. Geschäftsführers. Seine Bedeutung resultiert einerseits aus dem unternehmerischen Ziel, damit wichtige Informations-, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, sowie Know-How des Unternehmens zu schützen. Anderseits gewinnt das Wettbewerbsverbot als Dauerbrenner in der Rechtsprechung und aufgrund von immer wiederkehrender bzw. neuer
Philip NiegelFahrerlaubnis und Cannabis: Neue Rechtsprechung mit weitreichenden Folgen
Die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach (VG Ansbach, Beschluss vom 20.1.2025 – AN 10 S 24.2731) zeigt die komplexen Veränderungen im Umgang mit Cannabiskonsum und Fahrerlaubnis auf. Seit dem 1. April 2024 gelten neue rechtliche Maßstäbe, die eine differenziertere Bewertung ermöglichen. Kernpunkt der Entscheidung ist die Abkehr vom bisherigen Automatismus: Während früher regelmäßiger Cannabiskonsum zwangsläufig
Lisa Farr Arbeitgeber aufgepasst!
Der Einlieferungsbeleg und Sendungsstatus „zugestellt“ eines Einwurf-Einschreibens genügt nicht, um den Zugang einer Kündigung zu beweisen Die Ausgangslage: Der Arbeitgeber trägt die Darlegungs- und Beweislast für den wirksamen Zugang einer Kündigung. Doch wie kann er den Beweis erfolgreich führen? Diese Frage wurde nun vom Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 30.01.2025 (Az.: 2 AZR 68/24) entschieden. Hintergrund
Ramona ZamfirescuZeiterfassungspflicht für Arbeitgeber: Was Sie jetzt wissen müssen
Die Arbeitszeiterfassung ist für viele Unternehmen ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Organisation. Doch spätestens seit dem richtungsweisenden Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 13. September 2022 ist klar: Arbeitgeber in Deutschland sind verpflichtet, ein System zur Erfassung der Arbeitszeiten ihrer Mitarbeitenden einzuführen. Was bedeutet das für Sie als Arbeitgeber? In diesem Beitrag klären wir die
Vanessa MuchaDie Haftung des GmbH-Geschäftsführers – Regressmöglichkeiten der Gesellschaft im Kontext der aktuellen Rechtsprechung zu Kartellbußgelder
Kapitalgesellschaften in Deutschland machen nach wie vor einen erheblichen Anteil der Unternehmen in Deutschland aus. Ausweislich des statistischen Unternehmensregisters des statistischen Bundesamtes hat es im Jahr 2023 insgesamt 3 469 918 sog. „Rechtliche Einheiten“ gegeben.[1] Unter „Rechtliche Einheiten“ wird in diesem Zusammenhang entweder eine natürliche Person, die wirtschaftlich tätig ist, eine juristische Person oder eine
Stella SundbergDie Eigenbedarfskündigung
Die Eigenbedarfskündigung ist ein häufiges und sehr präsentes Thema im Mietrecht und kann sowohl für Vermieter als auch für Mieter erhebliche Konsequenzen haben. Wenn ein Vermieter die Wohnung für sich selbst oder für Angehörige benötigt, kann er das Mietverhältnis unter bestimmten Voraussetzungen kündigen. Im Folgenden wird auf die wichtigsten Punkte eingegangen, die bei einer Eigenbedarfskündigung
Ulla LangAlle Jahre wieder?
Weihnachten im Familienrecht Pünktlich zu Weihnachten stellt sich bei vielen Familien jedes Jahr die Frage, bei welchem Elternteil die Kinder getrennter Eltern die Feiertage verbringen. Sollten sich Eltern über diese Frage nicht einigen, wird sie in einem Umgangsverfahren durch ein Familiengericht geregelt. Hier gilt bereits als erster Rat, die Frage der Feiertage frühzeitig mit dem
Thorsten Kroog Stromlieferung als selbständige Leistung beim Wohnmietvertrag berechtigt zum umsatzsteuerlichen Vorsteuerabzug des Vermieters für seine Fotovoltaikanlage
Im Folgenden soll das Urteil des Bundesfinanzhofs BFH, XI R 8/21 vom 17. Juli 2024 genauer analysiert und dargestellt werden. 1. Leitsatz Bei der Lieferung von Strom, den der Vermieter von Wohnraum über eine Fotovoltaikanlage selbst erzeugt und an seine Mieter gegen Entgelt abgibt, handelt es sich nicht um eine unselbstständige Nebenleistung der umsatzsteuerfreien (langfristigen)