Christian HeiglUnternehmensnachfolge im Mittelstand: weit mehr als nur ein Vertrag

Der deutsche Mittelstand steht vor einer massiven Nachfolgewelle. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn rechnet damit, dass in den nächsten Jahren im Schnitt etwa 38.000 Unternehmen pro Jahr zur Übergabe anstehen. Parallel zeigt das KfW-Nachfolge-Monitoring, dass bis Ende 2027 insgesamt rund 626.000 mittelständische Unternehmen einen Rückzug der Inhaber planen. Etwa 30 % der Unternehmerinnen und

Lisa FarrUnterhaltsvereinbarungen nach der Trennung – was ist erlaubt, worauf ist zu achten?

Eine Trennung bringt viele Veränderungen mit sich – nicht nur emotional, sondern auch finanziell. Oft steht schnell die Frage im Raum: Wer muss wem wie viel Unterhalt zahlen? Viele Ehegatten möchten dies möglichst frühzeitig klären und in einer Vereinbarung festhalten. Doch dabei ist Vorsicht geboten: Das Gesetz unterscheidet zwischen Trennungsunterhalt und nachehelichem Unterhalt, und für

Tobias KantzDeutscher Unfall im EU-Ausland: Was gilt?

Urlaubszeit ist (Auslands-)Unfallzeit – wie die vergangenen Sommerferien erneut gezeigt haben. Ein scheinbar harmloser Unfall im Urlaubsland kann dabei komplexe Rechtsfragen aufwerfen. Das Landgericht Köln (Urt. V. 26.06.2025, Az. 36 O 325/23) hat sich aktuell mit einem solchen Fall befasst. Hintergrund: Ein deutscher Autofahrer überholt im August 2023 auf der österreichischen Bundesstraße B179 in Tirol

Lisa Farr Neues Glück nach der Scheidung? Wie eine verfestigte Lebenspartnerschaft Ihren Unterhaltsanspruch verändern kann

Nach einer Scheidung beginnt für viele Menschen ein neuer Lebensabschnitt – häufig auch mit einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin an der Seite. Doch wie wirkt sich eine neue, verfestigte Lebenspartnerschaft eigentlich auf den Anspruch auf nachehelichen Unterhalt aus? Kann dieser Anspruch dadurch entfallen oder reduziert werden? In diesem Beitrag erklären wir, worauf es

Isabella BeerDie elektronische Patientenakte– Chancen, Risiken und rechtlicher Rahmen (Stand: Juli 2025)

Die Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens. Seit dem 15. Januar 2025 wird die ePA bundesweit im sogenannten „Opt-out“-Verfahren allen gesetzlich Versicherten automatisch zur Verfügung gestellt. Diese Neuerung basiert auf dem Digital-Gesetz, das im Dezember 2023 verabschiedet wurde, und konkretisiert die bereits mit dem Patientendaten-Schutz-Gesetz von

Vanessa MuchaDie Tücken des Wettbewerbsverbots im Gesellschaftsrecht

Wenige Themenkomplexe sind in der unternehmerischen und gesellschaftsrechtlichen Praxis so relevant, wie die des Wettbewerbsverbots eines Gesellschafters bzw. Geschäftsführers. Seine Bedeutung resultiert einerseits aus dem unternehmerischen Ziel, damit wichtige Informations-, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, sowie Know-How des Unternehmens zu schützen. Anderseits gewinnt das Wettbewerbsverbot als Dauerbrenner in der Rechtsprechung und aufgrund von immer wiederkehrender bzw. neuer

Philip NiegelFahrerlaubnis und Cannabis: Neue Rechtsprechung mit weitreichenden Folgen

Die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichts Ansbach (VG Ansbach, Beschluss vom 20.1.2025 – AN 10 S 24.2731) zeigt die komplexen Veränderungen im Umgang mit Cannabiskonsum und Fahrerlaubnis auf. Seit dem 1. April 2024 gelten neue rechtliche Maßstäbe, die eine differenziertere Bewertung ermöglichen. Kernpunkt der Entscheidung ist die Abkehr vom bisherigen Automatismus: Während früher regelmäßiger Cannabiskonsum zwangsläufig

Lisa Farr Arbeitgeber aufgepasst!

Der Einlieferungsbeleg und Sendungsstatus „zugestellt“ eines Einwurf-Einschreibens genügt nicht, um den Zugang einer Kündigung zu beweisen Die Ausgangslage: Der Arbeitgeber trägt die Darlegungs- und Beweislast für den wirksamen Zugang einer Kündigung. Doch wie kann er den Beweis erfolgreich führen? Diese Frage wurde nun vom Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 30.01.2025 (Az.: 2 AZR 68/24) entschieden. Hintergrund

Ramona ZamfirescuZeiterfassungspflicht für Arbeitgeber: Was Sie jetzt wissen müssen

  Die Arbeitszeiterfassung ist für viele Unternehmen ein zentraler Bestandteil der betrieblichen Organisation. Doch spätestens seit dem richtungsweisenden Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 13. September 2022 ist klar: Arbeitgeber in Deutschland sind verpflichtet, ein System zur Erfassung der Arbeitszeiten ihrer Mitarbeitenden einzuführen. Was bedeutet das für Sie als Arbeitgeber? In diesem Beitrag klären wir die